Auf dem Mittelland-Kanal mit Ladelampe Über die Elbe

 BILD0479 Gut gestärkt geht am Montag die Fahrt weiter bis nach Hannover. Hier, in der Mitte des MLK, wollen wir wieder tanken, erreichen aber in dem verlassenen Jachthafen keinen Menschen. Auch über die angegebenen Handynummern ist kein Kontakt herzustellen. Erst nachdem wir schon fast aufgegeben haben, findet Christa noch eine stark verblichene Nummer und dies ist tatsächlich die Privatnummer des Hafenmeisters. Er verspricht in einer Stunde, an seinem Ruhetag (!), vorbei zu kommen. Na, wieder einmal Glück gehabt. Beim Tanken erfahren wir dann, dass die zweite Schleuse, Schleuse Zerben, der Fortsetzung des MLK im Elbe-Havel-Kanal bis 26.10.2008 geschlossen ist. Diese Schleuse können wir aber umgehen, in dem wir vierzig Kilometer die Elbe stromab fahren und einen Verbindungskanal zum EHK benutzen. Dies ist zwar ein Umweg, aber nicht wirklich tragisch. 

Eine deutlich dramatischere Bedeutung bekommt diese Nachricht allerdings, als uns ein Binnenschiffer an unserem Übernachtungsplatz am Abend in Senden erzählt, dass die Elbe derzeit Niedrigwasser hat und kaum gefahrlos befahrbar sein dürfte.

So suchen wir noch am Abend die Telefonnummern der Wasser- und Schifffahrtsämter und der Pegelstände heraus, und telefonieren am Dienstag, 14.10. frühmorgens, um uns besser über unsere Weiterfahrtmöglichkeiten zu informieren. 

Bis zu einem Tiefgang von 1,20 m ist die Elbe auch ohne Karte und Lotsen zu befahren. Also: Weiterfahrt gen Berlin an Braunschweig und direkt an den Volkswagenwerken in Wolfsburg vorbei, bei zwar bedecktem, aber trockenen Wetter. Als wir am Abend am Übernachtungsplatz in Calvoerden von einem polnischen Schiffer, mit dessen Frachter wir nun schon drei Tage immer parallel fahren, hören, dass er auch nach Berlin muss und die Elbe fahren will und wir hinter her fahren können, wächst der Optimismus, Berlin doch noch zu erreichen wieder deutlich. 

One Response to “Schlechte Nachrichten im Kanal”

  1. on 18 Okt 2012 at 20:44 Jürgen Müller

    Es ist ruhig um die Ruyghenhil geworden.
    Bis 2008 ist alles dokumentiert.
    Was ist die letzten vier Jehre passiert???
    Gibt es das Schiff noch ???

    LG Jürgen

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