Regen voraus Es geht nicht weiter – Endstation: St-Jean-de-Losne

Am Freitag, 10.8., regnet es wieder. Und fast die ganze Nacht regnet es weiter, so dass die Saòne Hochwasser führt und ganz, ganz viel Gestrüpp, Äste und Stämme mitführt. Dennoch legen wir um 9.25 Uhr ab, auch weil unser Engländer, der uns so nett bei sich auf Seite hat liegen lassen, weg will. Und kurz drauf kommt es zum ersten Motorausfall auf der Reise. Und der ist selbst gemacht: Gestern habe ich aus dem Reservetank Diesel in den Haupttank laufen lassen und den Hahn nicht mehr zu gedreht, da es so langsam läuft. So konnte und musste der Motor über die Entlüftung des Reservetanks Luft ansaugen und aus gehen. Schaden erkannt, behoben (Hahn zugedreht!) und der Motor läuft die nächsten neun Stunden einwandfrei. So schieben wir uns durch die starke Strömung der Saòne mit manchmal notwendigem Ausguck an der Spitze. Christa dirigiert durch die Waldflächen auf dem Wasser.

Wir erinnern uns an das Lucky Luke Buch :“Auf dem Missippi“ und kommen uns recht abenteuerfreudig und mutig vor.

Glücklicherweise lässt am Nachmittag der Regen nach und ab Verdun sur Doubs, Stadt an der Mündung des Flusses Doubs in die Saòne, auch die Strömung und  die Wasserverschmutzung nach. So erreichen wir trocken unser Tagesziel St.Jean de Losne. Ein etwas verwunderlicher Hafen und Städtchen direkt am Eingang zum Kanal de Bourgogne und nur drei Kilometer von Kanal Rhone à Rhein. Verwunderlich deshalb, weil die Stadt der Heimathafen vieler Peniches ist und hier die Firma H2O, die als Spezialist für den Verkauf und Unterhalt von Peniches gilt, beheimatet ist. Andererseits machen der Hafen und auch die Stadt einen merkwürdig herunter gekommenen Eindruck auf uns. Vielleicht liegt es aber auch nur am wieder einsetzendem Regen und dem trüben Wetter. Im Hafen selbst liegen unzählige große Jachten aus allen Städten Europas.

Am Abend gehen wir noch mit Mate und seiner Freundin Emese essen, finden aber nur eine Pizzeria, da die Preise in zwei Restaurants höher als in Avignon oder am Mittelmeer sind.

Nach einem  netten Essen gehen wir früh schlafen. 

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