Die Schleusen der Yonne Ankunft in Auxerre

Krokodile auf der Yonne

Bild 3.png Weiter geht die Fahrt Richtung Auxerre. Die Landschaft wird jetzt deutlich bergiger, am Ufer kann man wunderbar nebenher Rad fahren oder joggen, die Schleusen haben wieder schräge Wände, aber zum Glück gibt es für Jachten häufig Schwimmpontons zum Festmachen. Wir fahren hinter der Peniche von gestern her, versuchen, deren Tempo zu halten, um mit ihr durch die Schleusen zu kommen. Die Schleusenwärter begleiten die Schiffe von Schleuse zu Schleuse. Vieles wird noch von Hand gemacht. In dieser Gegend gibt es viele Vögel, vor allem Schwalben. Ihr Gezwitscher übertönt zeitweise sogar das Brummen des Motors.

Am linken Ufer taucht Villeneuf auf, eine schöne, alte Stadt mit guten Anlegern. Ein Problem ist immer noch das Warten vor den Schleusen. Manchmal gibt es kleine Betonsteiger, manchmal gar nichts, so dass man mit laufendem Motor vor der Schleuse kreisen muss, zumal auch das Ufer und der Untergrund sehr steinig sind. Die Yonne wird immer schmaler – unvorstellbar, wie hier noch große Peniches durchfahren sollen. Ein grüner Dschungel – Krokodile würden sich hier sicher wohl fühlen. Und so treiben auch einige Baumstämme im Wasser, die ihnen zum Verwechseln ähnlich sehen. Vor einer Schleuse winkt uns ein Schleusenwärter aufgeregt und macht uns auf ein „großes Krokodil“, das mitten in der Schleuseneinfahrt schwimmt, aufmerksam. Zum Glück, ein Zusammenstoß wäre für die Schraube sicher nicht so gut gewesen.

Bei Joigny öffnet sich der Fluss wieder und wird breiter. Auch Joigny scheint eine schöne Stadt zu sein, allerdings mit wenigen Anlegemöglichkeiten. Weiter Richtung Auxerre auf der Yonne gibt es unzählige Schleusen, alle 2-3 km. Einige sind automatisch, sie öffnen und schließen sich wie von Geisterhand – kein Schleusenwärter weit und breit zu sehen. Eigentlich schade, die Schleusen verlieren dadurch ihren ganz individuellen Charme und ein bisschen unheimlich ist es auch. Auch hier wieder viele freundliche Menschen am Ufer, die uns zuwinken, auch Jugendliche, die sich mit uns auf Deutsch unterhalten wollen. Unter einer Brücke werden wir von einer Bläsergruppe empfangen, die uns mit Jagdhörnern ein Ständchen bläst – und sicher wegen der guten Akustik unter der Brücke übt. Wir übernachten in Gurgy, einem kleinen Ort an der Yonne. Das Ufer ist flach und steinig, wir haben Mühe einen Platz zu finden und festzumachen. Auch der Ort ist eher langweilig.

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