Kurzbesuch im Winter Endlich: Ein Segelschiff am Mittelmeer.

Jetzt geht es schon am 3.4.2005 nach Port 2. Nach einer schönen Fahrt kommen aus unserem Familien-Skiurlaub in CH-Sörenberg Petra Oster (Christas Schwester) und Wolfgang in L´Ardois am Abend um 19 Uhr an und können noch die Planen entfernen. Am nächsten Morgen is es zwar kalt, aber wunderschönes Wetter. Zu der wärmenden Sonne passt es, dass an der Ruyghenhil alles bestens startet, der Motor rund läuft, das Trinkwassersystem dicht ist und das Wasser gut schmeckt, die Winden gut geschmiert sind und das Ruder leicht läuft.

So können wir zu Mittag am Montag, 4.4.2005, um 13.20 Uhr zur letzten Etappe ans Mittelmeer starten und kommen um 16.30 in Avignon an. Ein abendlicher Spaziergang und dann ein hervorragendes Abendessen in einem sehr schön gestalteten Lokal in der Nähe des Anlegequais schließen den ersten Fahr- und Urlaubstag ab.

 
Weil Avignon so herrlich lebendig ist, gehen wir am Dienstag zum Frühstück in ein Bistro und lernen dort die französischen Jugendlichen kennen, die fröhlich ihre erste Schulstunde lieber beim Cappucino als im Klassenraum verbringen. Die anschließende Fahrt zeigt uns noch einmal den schönen Blick auf den Papstpalast und die Brücke von Avignon bevor es wieder auf den großen Strom geht. Auch das Schloß von Tarasconne bietet eine beeindruckende Silhouette und zeigt deutlich die ruhmvolle Vergangenheit dieses Landstriches. Unser persönliches Abenteuer hatten wir allerdings in der Schleuse von Beaucaire, als die Beibootleine zum ersten Mal auf der gesamten Tour in den Propeller geriet. Doch die Zeit der Schleusung genügte, um den größten Teil der Leine heraus zu schneiden und so kommen wir ohne Probleme und pünktlich um 15.30 Uhr am Halte nautique in Arles an. Jetzt habe ich auch noch genügend Zeit das Auto abzuholen und nach La-Grau-du-Roi zu fahren. Dabei passiert leider das einzige richtige Mißgeschick unseres Osterurlaubs: Anscheinend wird mir am Bahnhof von Nimes  bei einem geschickten Anrempler das Handy geklaut! Kurz darauf ist die Welt aber wieder in Ordnung, denn: 1. kann Markus das Handy sofort sperren lassen und 2. (und das ist viel wichtiger) ist Christa nach zwölf Stunden Zugfahrt gut in Arles angekommen. So feiern wir zu dritt bei einem guten Abendessen nach Auswahl Petras unseren Südfrankreichausflug und besuchen auch noch zum Abschluss eine Kulturkneipe am Fluß.

 
Am Mittwoch 5.4.2005 kommt nach Nebel über dem Fluß schon wieder die Sonne heraus. Dennoch ist die Tour auf dem Wasser ganz schön kalt. Nach Fahrt über die Petit Rhone und den Kanal Rhone à Sete mit der Schleuse Saint Gilles ( hier auf dem Kanal am Dorf Gallician sehen wir auch das Floß Tauzieher, das wir schon 2003 in Paris trafen) kommen wir am Nachmittag nach Aigues Mortes und finden dort auch einen guten Liegeplatz. Auf Grund unserer Anfrage für einen Sommerliegeplatz und der Zusage für La-Grau-du-Roi (die beiden Gemeinden gehören zusammen) ist unser Name bekannt und Liegekosten brauchen wir auch nicht zu bezahlen. Die alte Kreuzritterstadt in den Festungsmauern ist sehr imposant und ein wirkliches touristisches Ereignis. Auch wunderschöne Stoffe und Keramiken sind im Angebot, so dass kurz entschlossen die Vorhänge des Schiffs erneuert werden sollen und Mitbringsel für Zuhause erworben werden.

 
Schlechtes Wetter mit dicken Wolken begleiten uns am Donnerstag 6.4.2005 die letzten sechs Kilometer unser Tour von der Nordsee zum Mittelmeer. Neben dem Kanal von Aigues Mortes nach La-Grau-du-Roi sehen wir die ersten Flamingos der Camarque und unser Ziel ist bald erreicht. Auch unser Sommerliegeplatz direkt im Kanal an der Stadt und beim Fischerhafen und der Werft ist freigehalten. Der Hafenmeister freut sich, als wir die Formalitäten erledigen, der Bäcker ist direkt an unserem Quai de Colbert, alle Versorgungsmöglichkeiten in der Nähe und das Meer 500 Meter entfernt.

Wir haben es geschafft! Und alles ist bereit für einen schönen und erholsamen Sommerurlaub mit DEN RUYGHENHIL am Mittelmmeer.
 
Am Freitag räumen wir auf und machen uns mit dem Auto auf die Heimfahrt.

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